Bodenstück/Gehweg
2016

aus der Serie Stadt im Vorübergehen, 2016-19


Material: Ton, modelliert; Abguss: Keramische Gießmasse, Pigment
Maße: 53 cm x 46,5 cm x 4 cm

Zeichnung zu Bodenstück/Gehweg:
Bleistift auf Papier
Maße: 80 cm x 53,5 cm









































Der Arbeitszyklus Stadt im Vorübergehen umfasst Arbeiten (Objekte, Zeichnung, Video), die sich mit
der sinnlichen Wahrnehmung und Aneignung urbanen Raums auseinandersetzen. Den
Ausgangspunkt bildet dabei die eigene Wahrnehmung alltäglicher Architekturen (Strassen,
Gehwege, Hausfassaden).

Alle bisher entstandenen Arbeiten zeigen Ausschnitte, dargestellt ausschliesslich aus der
Perspektive eines sich durch die Stadt bewegenden Fussgängers: Ein Blick beim Gehen vor die
eigenen Füsse; die farbige Struktur einer Hausfassade, bestimmt durch eine seitliche Drehbewegung
des Kopfes; das Abschätzen einer stark befahrenen Strasse beim Überqueren.

Die Grundlage der Arbeiten bildet eigenes fotografisches Bildmaterial. Mittels Zeichnung wird die
Binnenstruktur der gewählten Ausschnitte herausgearbeitet und anschliessend per Hand in ihrer
jeweiligen Perspektive und damit verbundenen spezifischen Oberflächenstruktur modelliert. Durch
den Abguss der modellierten Objekte findet eine Rückführung des individuellen
Aneignungsprozesses in die ursprüngliche industrielle Formensprache städtischen gebauten
Raumes statt.

Ausstellungsansicht: Wenn es dunkel wird, faltet sich alles zurück, Pavillon am Milchhof, 2017;
Glances & Traces – Contemporary Sculpture Beyond Abstraction and Figuration, CLB, Berlin, 2018/19