In meiner künstlerischen Arbeit untersuche ich die Konstitution menschlicher Lebensräume. Einen Ausgangspunkt bildet dabei die Frage nach dem Wandlungsprozess persönlicher und kollektiver Erinnerung: Wie werden Identität und alltägliche Handlungsweisen davon beeinflusst?

Recherche- und Archivmaterial, wie historische Abbildungen und Texte, aktuelle Bilder, eigene Fotografien, Videoskizzen und Zeichnungen bilden den Hintergrund meiner Arbeiten. An Hand der gesammelten Materialien werden Geschehnisse und geschichtliche Ereignisse jüngster Vergangenheit aus dem Blickwinkel persönlicher Erinnerung re-inszeniert, um Differenzen und Veränderungen im Umgang mit Geschichte(n) sichtbar werden zu lassen.

Recherche als künstlerische Untersuchung konkreter Orte und Architekturen bildet auch den Ausgangspunkt für Interventionen und Installationen im öffentlichen Raum. Die installativen Eingriffe dienen als „Messgeräte“, um die Merkmale einer Architektur zu beschreiben. In der Reflexion von Raumstruktur und architektonischen Elementen zeigt sich der Kontrast zwischen vergangenen Gesellschaftsbildern und der Gegenwart.